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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Bezirk Essen e.V. findest du hier .
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Nachdem bereits im Jahre 1913 die DLRG in Leipzig gegründet wurde, begann man auch in Essen mit den Aktivitäten zur Gründung einer Ortsgruppe, um das Rettungsschwimmen in den allgemeinen Schwimmsport einzuführen. Besondere Verdienste erwarb sich damals Karl Großenbach, langjähriger Vorsitzender des Schwimmvereins Essen 1906. Er gründete eine Ortsgruppe, deren Geschäfte er auch führte. Allerdings gab es keinen gewählten Vorstand. Deshalb wurde die Ortsgruppe auch nicht offiziell als Verein anerkannt. Dennoch hatte die Ortsgruppe bereits 400 Mitglieder, die das Rettungsschwimmen in den Essener Schwimmvereinen lehrte und praktizierte. Es wurden von den Schwimmvereinen auch schon erste Rettungswachen am Rhein-Herne-Kanal und an der Ruhr betrieben.
Am 16. Oktober 1925 fand im Besprechungsraum des damaligen Essener Rathauses die offizielle Gründungsversammlung des Bezirks Groß-Essen der DLRG statt. An dieser Versammlung nahmen über 50 Frauen und Männer aus Essener Turnvereinen, Schwimmvereinen und weiteren wassersporttreibenden Vereinen, wie Segel- und Rudervereinen, teil.
Zum ersten Vorsitzenden wurde der städtische Oberturnlehrer Max Preuß gewählt, der dieses Amt bis zum Jahre 1927 innehatte. Karl Großenbach wurde die technische Leitung des neu gegründeten Bezirks übertragen.
Es wurden die ersten ständigen Rettungswachen aufgestellt. Einsatzgebiete waren der Rhein-Herne-Kanal im Norden des Stadtgebietes sowie die Ruhr im südlichen Teil der Stadt.
In den ersten Jahren nach der Bezirksgründung stand die Bekanntmachung und Werbung für das Rettungsschwimmen im Vordergrund.
Die Bezirksleitung wurde von Dr. Felix Sauer übernommen, der dieses Amt 18 Jahre bis 1946 ausübte.
Es nahmen einige Wachgänger des DLRG Bezirks Essen an einer großen Hochwasserübung in Wesel teil.

Der Baldeneysee kommt als Einsatzgebiet noch hinzu. In dieser Zeit übten die Ufer der Ruhr und des Rhein-Herne-Kanals eine starke Anziehungskraft aus. Zum einen in Ermangelung anderer Freizeitangebote, zum anderen waren die offenen Gewässer für die Bevölkerung gut erreichbar und das Baden in ihnen kostenlos.
Durch den Bau des Baldeneysees im Jahre 1932 setzte sich schon früh der Gedanke an die Erstellung einer festen zentralen Rettungsstation durch. Der Baubeginn ließ allerdings noch fünf Jahre auf sich warten. Bis zur Fertigstellung der Rettungsstation in Heisingen wurden dem Bezirk Räumlichkeiten im Haus Scheppen vom Ruhrverband zur Verfügung gestellt, so dass schon unmittelbar nach der Freigabe des Baldeneysees von dort aus der Rettungsdienst mit einem ersten Motorrettungsboot organisiert wurde.

Am 11. Juni 1939 wurde die neu erstellte Station im Rahmen einer großen Veranstaltung in Betrieb genommen.
Das Autohaus Kahage spendete ein Rettungsboot, so dass der DLRG Bezirk Essen zwei Rettungsboote besaß.

Während der Kriegs- und Nachkriegsjahre wurde wegen der Abwesenheit des Bezirksleiters Dr. Sauer die Leitung von der Kameradin Martel Franz und den Kameraden Walter Neumann, Alfred Steffens und Willi Pöppinghaus kommissarisch übernommen.

Auf der ersten Mitgliederversammlung nach dem Krieg am 17. September übernahm Willi Pöppinghaus die Bezirksleitung. Er übte dieses Amt bis 1950 aus. Anschließend wurde er Ehrenvorsitzender des Bezirks Essen und übernahm auch größere Aufgaben im Landesverband Nordrhein und im Präsidium.
Zu dieser Zeit hatte das Präsidium der DLRG seinen Sitz noch in Essen.
Das im Krieg zerstörte Hallenbad in Essen-Altenessen wurde 1947 neu eröffnet. Der DLRG Bezirk Essen organisierte dort seine erste Übungsstunde.
Der Wasserrettungsdienst am Baldeneysee wurde nach dem Krieg wieder aufgenommen.
Auf der Bezirkstagung wurde Josef Thiel zum Bezirksleiter gewählt. Dieses Amt übte er bis 1955 aus.

Die erste Übungsstunde im Friedrichsbad wurde durchgeführt. Der Übungsbetrieb wurde 1958 allerdings wieder eingestellt.
Erstmalig übernahm in diesem Jahr Bürgermeister Rudolf Kohlhoff eine Schirmherrschaft über den Bezirk Essen.

1955 übernahm Leo Spahl den Vorsitz des DLRG Bezirks Essen. Die Wahlperiode lief für die meisten der Vorstandsmitglieder ab. Fast alle bisherigen Mitglieder des Vorstands stellten sich nicht mehr zur Wahl, sodass der neue Vorstand ein fast vollkommen neues Gesicht erhielt.
1958 zog der Übungsbetrieb aus dem Altenessener Schwimmbad ins neu erbaute Hauptbad in der Steeler Straße.

Das erste Kunststoffboot wurde in Dienst gestellt und auf den Namen Gustav Gehrmann getauft.

Direkt nach der Öffnung des Stadtbades in Essen-Borbeck im Jahr 1962 betrieb der DLRG Bezirk Essen dort seine erste Übungsstunde.

Die Losbriefaktion begann, bei der jährlich weit über 100.000 Lose verkauft wurden.
Oberbürgermeister Horst Katzor übernahm die Schirmherrschaft über den DLRG Bezirk Essen.

Im Lehrschwimmbecken in der Rubensstraße in Essen-Holsterhausen begann 1966 der Übungsbetrieb. Dort wurde und wird lediglich Schwimmausbildung bis hin zu den Schwimmabzeichen betrieben.

Unter dem Motto „Jedes Jahr ein Schwimmbad im Bau“ wurden die Schwimmbäder in Essen-Werden und in Essen-Kupferdreh eröffnet. Direkt mit der Öffnung der Bäder begann die DLRG dort jeweils ihren Übungsbetrieb von der Schwimmausbildung bis zum Rettungsschwimmabzeichen.
Leo Spahl wurde von Ludwig Frischmann als Bezirksleiter abgelöst. Ludwig Frischmann war vorher jahrelang stellvertretender Bezirksleiter und mit der Vorstandsarbeit bestens vertraut.

Da der Anteil der Jugendlichen im Bezirk Essen sehr hoch war, wurde ein erster Jugendausschuss gebildet. Erster Vorsitzender der Bezirksjugend wurde der spätere Bezirksleiter Armin Quast.

Der immer größer werdende Wasserrettungsdienst machte die Anschaffung eines Einsatzfahrzeuges nötig. Der in Dienst gestellte VW-Bus (Bulli) wurde liebevoll auf den Namen „Fliewatüüt“ getauft.
Bedingt durch die Gebietsreform wurde Kettwig zu einem weiteren Stadtteil von Essen. Die dort im Schwimmbad aktive DLRG Ortsgruppe wurde in den DLRG Bezirk Essen integriert und Kettwig als weiterer Stützpunkt geführt.

1977 wurde eine deutschlandweit neue gültige Prüfungsordnung für die Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen eingeführt. So heißt es z.B. nicht mehr Grundschein sondern Rettungsschwimmabzeichen Bronze.
Zwei neue Hartschalenboote wurden in Dienst gestellt. Ausgestattet mit jeweils 55 PS-Außenbordmotoren waren sie die schnellsten Boote auf dem Baldeneysee. Getauft wurden Sie auf den Namen „Cosmas“ und „Damian“, den Stadtpatronen der Stadt Essen.
Einige aktive Jugendliche und junge Erwachsene des DLRG Bezirks Essen haben die Jugendzeitschrift „Swimmy-Aktuell“ ins Leben gerufen. Viermal jährlich wurde über Neues aus dem DLRG Bezirk Essen berichtet.
1980 wurde der DLRG Bezirk Essen mit dem „Herbert-Hannemann-Preis“ für hervorragende Öffentlichkeitsarbeit geehrt.
Ein erster Lehrgang zum Erwerb des Jugendtauchabzeichens wurde 1980 mit acht Teilnehmern durchgeführt.

Die Wache Rellinghausen wurde auf dem Campingplatz „Zur alten Ruhr“ mit einem Wohnwagen und Vorzelt ausgestattet. So hatte die Wache an der Ruhr erstmalig eine „feste“ Behausung.

Auf der Bezirkstagung wurde Armin Quast als Bezirksleiter gewählt. Auch Armin Quast war durch seine langjährige Tätigkeit als Jugendwart und stellvertretender Bezirksleiter mit der Vorstandsarbeit bestens vertraut. Da immer weniger Mitarbeiter bereit waren Lose der Losbriefaktion zu verkaufen, wurde diese Aktion nach über zwei Millionen verkaufter Lose eingestellt.
Ein Verein wie der DLRG Bezirk Essen hat vielfältige Verwaltungsaufgaben zu erledigen, was auch eine Menge an Akten mit sich bringt. Bis dahin wurden diese oftmals in den privaten Räumlichkeiten der Bezirksleiter oder der Geschäftsführer untergebracht. Der DLRG Bezirk Essen konnte im Gebäude des DLRG Präsidiums in der Alfredstr. 73 Räumlichkeiten anmieten.
Ein neues Mitglied nahm seine Arbeit im DLRG Bezirk Essen auf. Der Kamerad Computer leistete wertvolle Arbeit im Bereich der Verwaltung.
1986 erfolgte die Wiederaufnahme des Übungsbetriebs im Friedrichsbad in Essen-Frohnhausen.
Erstmalig begann der Übungsbetrieb im Schwimmbad in Essen-Kray.
Die Geschäftsstelle des Bezirks zieht in die Alfredstraße 55 um.

Unser geliebtes „Fliewatüüt“ wurde durch einen neuen VW Bus vom Typ T3 mit Allradantrieb ersetzt. Dieser wurde hauptsächlich durch Spenden und Zuschüsse finanziert.
Klamme Kassen der Kommunen hatten 1992 zur Folge, dass seitdem erstmalig Gebühren für die Nutzung der Bäder an die Stadt Essen abgeführt werden müssen.

Zum Erhalt des Stadtbad Kupferdreh wurde auf Initiative von Brigitte Wawrowsky eine Interessengemeinschaft, bestehend aus Vertretern der Kupferdreher Schwimm- und Tauchvereinen, der DLRG, Vertretern der Werbegemeinschaft Kupferdreh und Bürgern, die Interesse am Erhalt des Bades haben, gegründet. Ein Vertreter des DLRG Bezirks Essen ist seit Gründung bis heute Mitglied im Vorstand der IG Kupferdreh.

Von aktiven Jugendlichen wurde eine Wettkampfmannschaft gegründet, die auch an diversen Wettkämpfen teilnahm.
Armin Quast hat 16 Jahre lang den DLRG Bezirk Essen geleitet und wurde von Andreas Heemann abgelöst.

Zum 75-jährigen Bestehen des DLRG Bezirks Essen im Jahre 2000 hatte Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger die Schirmherrschaft über den Bezirk übernommen. Das Festjahr wurde mit einem Festakt mit Teilnehmern aus der lokalen Politik, Mitarbeitern der anderen Hilfsorganisationen und Vertretern der wassersporttreibenden Vereinen, einem Wochenende der offenen Tür und einem Mitarbeiterfest gefeiert. Auf dem „Wochenende der offenen Tür“ wurde mit „Gerswida“ ein weiteres Motorrettungsboot in Dienst gestellt. Gleichzeitig wurde der alte VW-Bus durch einen neuen Typ T4 ersetzt. Auch dieses Gespann wurde hauptsächlich durch Spenden und Zuschüsse finanziert.

Die steigende Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen im Jahre 2002 ergab die Notwendigkeit eigene Ausbilder für Erste Hilfe-Kurse zu qualifizieren. Der DLRG Bezirk Essen bietet eigene Erste-Hilfe-Kurse an. So ist die erfolgreiche Teilnahme an einen Erste Hilfe-Kurs Bestandteil des Rettungsschwimmabzeichens in Silber und in Gold.
Was sich in der Geschäftsstelle schon lange bewährte, zog nun auch in die Rettungsstation ein. Es wurde für den Wasserrettungsdienst ein Computer angeschafft, um die dortige Verwaltung (Funktagebuch, Einsatzberichte und Bootstagebücher) zu pflegen und zu verwalten.
Auch der WDR berichtete hierrüber: Schlagzeilen wie “Der Bock kommt durch!” brachte eine Rehbergung aus dem Baldeneysee. Ein großer Hund hat in seinem Jagdtrieb ein Reh gerissen, dieses konnte nur durch die Flucht in den Baldeneysee entkommen.


2003 wurde die erste Internetseite des DLRG Bezirks Essen online gestellt.
Die alten Garagen mussten einer neuen Bootshalle weichen, die genug Platz für die neuen Rettungsboote und Einsatzfahrzeuge bietet.

Das Jugendamt der Stadt Essen hatte mit „Essens Beste“ eine mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung für junge Essener Bürger oder Gruppen ins Leben gerufen. Erster Gewinner wurde das „Jugend-Einsatz-Team“ des DLRG Bezirks Essen.

Ein weiteres Motorrettungsboot wurde angeschafft und in einer kleinen Feier auf den Namen “Ludgerus” getauft.
Die Geschäftsstelle ist von der Alfredstr. 55 in die Sursstr. 12 nach Essen-Altendorf umgezogen.
Auf der Bezirkstagung hat Michael Beforth die Bezirksleitung von Andreas Heemann übernommen.


Das 30 Jahre alte Motorrettungsboot “Cosmas“ wurde ausgetauscht. Das neue Boot aus Aluminium wurde auf den Namen “Cosmas II” getauft.
Die Verwaltung des mit fast 2000 Mitgliedern sechstgrößtem Verein in Essen war mit rein ehrenamtlichen Kräften nicht mehr leistbar. So hat der Vorstand eine hauptamtliche Teilzeitkraft eingestellt, die die vielen Verwaltungsarbeiten übernimmt. Das sind vor allem die Mitgliederverwaltung, Ausstellen der Ausweise und die Annahme der Telefonate.
Kraftfahrzeuge müssen nicht immer ausgetauscht werden, die Fahrzeugflotte kann auch vergrößert werden. 2009 wurde ein DLRG-Smart in Dienst gestellt. Vor allem auf den engen Uferwegen und Radwegen um den See war das Fahrzeug von enormem Vorteil.

Auf Grund der Topografie des Baldeneysees und der Lage der Rettungsstation Heisingen konnte der See ohne Streifenfahrten mit den Motorrettungsbooten nicht komplett überwacht werden. So ergab sich 2010 die Möglichkeit die alte Feuerwache neben dem Seaside Beach, welche schon seit 1989 durch uns genutzt wurde, sich aber noch immer in städtischem Eigentum befand, zu kaufen und als Außen- und Jugendwache umzubauen.


Für ein Jahr übernahm Siegfried Grabenkamp das Amt des Bezirksleiters.
Der Bezirk entschloss sich im selben Jahr erstmals einen Einsatzleitwagen (ELW) auf Basis eines VW-Bus (T5) anzuschaffen und professionell bei dem damaligen Unternehmen Baumeister & Trabant ausbauen zu lassen. Die mit den Jahren gestiegenen Erwartungen und Anforderung an den Bezirk in der örtlichen Gefahrenabwehr machten die Anschaffung notwendig.
Eine Mitarbeiterin und zwei aktive Mitarbeiter, die im Bereich Video und Multimedia beruflich tätig sind, haben das Format DLRG.TV gegründet. Der Bekanntheitsgrad stieg recht schnell an, so dass sie nicht nur Filme aus und über den DLRG Bezirk Essen gedreht haben, sondern deutschlandweit DLRG Aktionen gefilmt und veröffentlicht haben.


Auf Siegfried Grabenkamp folgte 2012 Sandra Bellendorf als Bezirksleiterin. Mit ihr übernahm erstmalig eine Frau die Leitung des DLRG Bezirks Essen.
Die Motorrettungsboote wurden sehr stark beansprucht und unterlagen recht großem Verschleiß. Das 33 Jahre alte GFK-Boot “Damian” wurde durch ein weiteres Aluminiumboot getauscht, welches auf den Namen “Damian II” getauft und in Dienst gestellt wurde.
Ein wachsender Fuhrpark erforderte natürlich auch mehr Platz. So wurden erste Pläne zur Erweiterung der Rettungsstation gemacht. Auch die Ausbildung von Schwimmern und Rettungsschwimmern erforderten mehr Platz und moderne Schulungsräume. Letztlich waren auch die sanitären Einrichtungen in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß. Mit den Bauplänen konnten zusätzliche Aufgaben über die Rettungsstation hinaus verwirklicht werden, wie Schulungsräume, einer Geschäftsstelle etc. sowie auch eine solide Kosten des Umbaus eruiert werden.


Neben dem Wasserrettungsdienst sind einige Mitarbeiter auch im Katastrophenschutz für die DLRG aktiv. Große Hochwasserlagen wie 2013 an der Elbe bedürfen eine Menge an Personal, die im Jahr 2013 aus ganz Deutschland herangezogen wurden. Zwei Bootstrupps waren als Teil der Wasserrettungszüge Nordrhein 1 und Nordrhein 2 nach Magdeburg entsandt worden, um die dortigen Rettungskräfte zu unterstützen.
Die DLRG feierte ihr 100-jähriges Bestehen. In einem großen Festakt wurde unter anderem am Schloss Charlottenburg auf Einladung unseres Schirmherrn und Bundespräsidenten Joachim Gauck der Geburtstag gefeiert. Eine Delegation aus unserem Bezirk war natürlich ebenfalls in Berlin.


Nachdem die Finanzierung durch Zuschüsse der öffentlichen Hand und Spenden der Sparkasse und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gesichert war, konnte mit dem großen Umbau der Station begonnen werden. Gravierende technische und bauliche Mängel, führten zur Schließung des Krayer Schwimmbades. Dadurch musste der Übungsbetrieb der DLRG Essen dort leider eingestellt werden. Die Kurse wurden auf die anderen Stützpunkte verteilt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DLRG fanden in anderen Stützpunkten in Essen eine neue Heimat.
“Ela” fegte über das Ruhrgebiet hinweg und richtet erhebliche Schäden an. Auch unsere Helfer waren in die direkte Hilfe für Betroffene und den anschließenden Aufräumarbeiten in Essen und Bochum tagelang eingebunden.
Die Helfer des Bezirks Essen wurden für ihren Einsatz im Elb-Hochwasser 2013 in Düsseldorf mit der Fluthelfermedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Auch das Land Sachsen-Anhalt zeigte sich erkenntlich und ehrte die Helfer mit einer eigenen Bandschnalle.


Der Umbau wurde abgeschlossen und die Rettungsstation feierlich in Betrieb genommen.
Gleichzeitig zog die Geschäftsstelle von der Sursstr. 12 in die neuen Geschäftsräume in die Rettungsstation ein.
Das „Sportbad am Thurmfeld“ nahm den Betrieb auf und das Hauptbad wurde geschlossen. Der Übungsbetrieb zog entsprechend mit um.


Die Elodea hatte den Baldeneysee fest im Griff. Die Wasserpflanze, welche aus den oberhalb gelegenen Seen an der Ruhr stammt, wuchst extrem schnell und brachte den Wassersportbetrieb auf dem Baldeneysee zeitweise zum Erliegen. Mähboote nahmen schließlich ihren Dienst auf und befreiten den See. Zwischenzeitlich kämpften auch unsere Rettungsboote mit der Wasserpest.


Das erste Motorrettungsboot einer neuen Generation wurde angeschafft. Es wurde in einer kleinen Feierstunde auf den Namen „Ida“ getauft. Speziell auf die Aufgaben der Wasserrettung und auf die Bedürfnisse unserer Helfer angepasst, ist es die erste „Maßanfertigung“.
Ebenfalls nahm ein neuer Kommandowagen (KdoW) auf Basis eines Skoda Octavia Scout seinen Dienst auf.

Die in die Jahre gekommenen Spinde in der Rettungsstation wurden durch gut belüftete Metallspinde ersetzt. Gleichzeitig wurden die Räumlichkeiten passend umgebaut.

Die weltweite Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf die Arbeit des DLRG Bezirks Essen. Der Wasserrettungsdienst wurde mit möglichst wenigen Mitarbeitern unter Einhaltung der Abstandsregeln durchgeführt. Da alle Essener Bäder geschlossen waren, konnten keine Schwimm- und Rettungsschwimmkurse durchgeführt werden. Dies verringerte deutlich die Anzahl der Mitglieder und war auch für unsere aktiven Mitglieder eine große Belastung.




Das Starkregenereignis „Bernd“ war der Höhepunkt von wochenlang anhaltendem Regen. Talsperren in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz drohten überzulaufen. Pegelstände vielerorts bewegten sich immer weiter nach oben. Am 14. Juli kam es an vielen Stellen zu extremen Regenfällen, die die vollgesogenen Böden nicht mehr aufnehmen konnten. Besonders schwer wurde das Ahrtal getroffen. Aber auch viele Orte in NRW benötigten dringend Hilfe. Auch unsere Rettungsstation in Essen Heisingen wurde überflutet und noch während unsere Helfer die eigene Station wieder trockenlegten, fuhren die ersten beiden Trupps in den Einsatz. Auch auf Essener Stadtgebiet gab es massive Überflutungen, sodass auch hier zwei weitere Trupps sofort in den Einsatz gingen. Es folgten zwei Wochen intensiver und anstrengender Einsätze an denen insgesamt 39 unserer Helfer teils mehrfach rausgefahren sind, um in Essen und ganz NRW zu helfen.
Das unmittelbar vor dem Hochwasserereignis angeschaffte Hochwasserboot „Jonny“, dessen Name eine Hommage an die Vorbesitzer, die Johanniter-Unfall-Hilfe Essen, ist, kam in dieser Zeit direkt in den Einsatz und konnte hilfreiche Dienste leisten.
Wir durften uns auch über ein weiteres Rettungsboot freuen. „Sophia“ nahm ihren Dienst auf und half bereits vor ihrer offiziellen Indienststellung einigen Seglern auf dem See bei stürmischen Regattabedingungen.
Auch ein neuer Kommandowagen auf Basis eines VW Tiguan konnte angeschafft werden und seinen Vorgänger ersetzen, dessen Leben in der Fahrzeugflotte der Feuerwehr Essen seine Fortsetzung fand.

Eine Delegation durfte stellvertretend für alle unsere eingesetzten Helfer im Hochwassereinsatz durch das Starkregenereignis „Bernd“ in der 22. Etage des Rathauses Bandschnallen und Dankes-Urkunden von Oberbürgermeister Thomas Kufen entgegennehmen. Alle Helfer der DLRG Nordrhein haben gemeinsam vom Innenminister des Landes NRW Herbert Reul die „Feuerwehr- und Katastrophenschutz Einsatzmedaille“ des Landes NRW in einer Feierstunde in der Grugahalle für ihren Einsatz erhalten. Alle unsere im Einsatz gewesenen 39 Helfer wurden geehrt.




Der Baldeneysee feierte sein 90-jähriges Bestehen. 75.000 Besucher kamen und genossen den Tag bei uns und vielen weiteren Vereinen rund um den See, welche ihre Türen öffneten. Das wasserseitige Sicherungskonzept zum abendlichen Höhepunkt wurde vom DLRG Bezirk Essen, maßgeblich von Andreas Wieser und Sebastian Bellgardt erstellt.
Das neuste Fahrzeug, ein Einsatzleitwagen (ELW), wurde in Dienst gestellt und löste damit den Vorgänger ab. Er ist mit modernster Kommunikationstechnik und Besprechungsmöglichkeiten ausgestatten und kommt dank eines Geländefahrwerks und entsprechender Bereifung auch an unwegsame Teilstücke der Ruhr.
Die neuen Motorrettungsboote „Ida“ und „Sophia“ sind zur Personensuche mit Sonar-Geräten ausgestattet. Allerdings können damit auch andere versunkende Dinge gefunden werden. So wurden bei Übungsfahrten mehrere im Baldeneysee versunkene Kraftfahrzeuge gefunden, die mit großem medialen Interesse aus dem See geborgen wurden.
Die langjährige Bezirksleiterin Sandra Bellendorf ist nicht mehr zu Wahl angetreten. Der langjährige stellvertretende Bezirksleiter Andreas Wieser und der weitere stellvertretende Bezirksleiter Fabian Glunz übernahmen die kommissarische Leitung des Bezirks.




Die Bezirkstagung im März wurde ausschließlich für die Wahl zur Ergänzung des Vorstandes abgehalten. Auf dieser wurde dann Andreas Wieser zum Bezirksleiter gewählt. Vertreten wird er durch Jan Wette und Ulrich Brandt.
In den Bädern wurde das bargeldlose Bezahlen der Teilnahmegebühren eingeführt.
Die Arbeiten für das Jubiläumsjahr 2025 nahmen Fahrt auf. Verschiedene Arbeitsgruppen trafen sich regelmäßig zur Erstellung von Logos, zur Planung der Jubiläumsveranstaltungen oder auch zur Erstellung der Festschrift. Vor allem die Festschrift war eine große Herausforderung, die das Schreiben von diversen Artikeln und die Bildersuche und Archivierung umfasste.
An mehreren Katastrophenschutzübungen wurde teilgenommen. Zum einen waren dies Alarmierungsübungen, bei denen die Schnelligkeit der Einsatzbereitschaft der verschiedenen Trupps geübt und dokumentiert wurden. Zum anderen fand noch eine große Übung des LV Nordrhein in statt, bei der beide gemeldeten Trupps aus Essen im Einsatz waren.
Eine hauptamtliche Unterstützung für das Seminarangebot wurde geschaffen, diese wurde gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
Eine zweite Bezirkstagung wurde im September abgehalten. Diesmal wurden alle übrigen Tagungsordnungspunkte nachgeholt. Darunter auch die zahlreichen Ehrungen unserer Mitglieder für langjährige Mitgliedschaften und herausragende Leistungen.
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