Archiv-Nachricht

17.06.1968 Montag  20 Jugendliche stürzten sich auf zwei Rettungsschwimmer

DLRG stellt nun keine Wache mehr an der Steeler Ruhrbrücke

Knapp 20 Jugendliche im Alter von 16 bis 20 Jahre bedrohten und schlugen am Samstagnachmittag die Rettungswache der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft an der Steeler Ruhrbrücke. Der Wachleiter wurde am Auge und am Mund verletzt. Er und seine Kollegen konnten sich nur durch die Flucht vor weiteren Handgreiflichkeiten retten. Ursache der Schlägerei:

Ein betrunkenes Mädchen, dss von den Rettungsschwimmern aus der Ruhr geholt worden war. Die knapp 16-jährige war vorher von den Jugendlichen in voller Bekleidung längere Zeit lang jeweils ins Wasser getaucht und wieder heraus gezogen worden.

Die Rettungsschwimmer, die das Schauspiel beobachtet hatten, baten die Jugendlichen zunächst, das Mädchen in Ruhe zu lassen. Höhnisches Gelächter war die Antwort. Daraufhin warfen sich die beiden in voller Bekleidung in die Ruhr, um von dort aus dem Mädchen zu helfen. Sie rissen es aus den Händen seiner Peiniger und brachten es ans Ufer.

Dann brach die Schlägerei los. Sie konnten jedoch zunächst mit Hilfe einer schnell herbeigerufenen Funkstreife gestoppt werden. Diese nahm den Haupträdelsführer mit. Daraufhin stürzten sich die Zurückgebliebenen auf die Rettungsschwimmer.

Öfter die Wache belästigt

Die Lebensrettungsgesellschaft hat inzwischen beschlossen, an dieser Stelle der Ruhr keine Wache mehr zu stationieren. Der zweite Vorsitzende Ludwig Frischmann:

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WRDNews

Von: News Admin

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