Archiv-Nachricht

24.04.2005 Sonntag  Bootsführerprüfung in Düsseldorf

Am 24. April 2005 fand in Düsseldorf die Führerscheinprüfung für Motorrettungsboote der DLRG statt: 40 nervös zitternde Anwärter aus dem Landesverband Nordrhein, darunter vier aus dem Bezirk Essen, saßen im Seminarraum und warteten auf das Prüfungskomitee.

Zunächst einmal wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die Gruppe 1 begann mit der theoretischen Prüfung. Mit schweißnassen Händen füllten wir drei Bögen aus, nach 90 Minuten war Abgabe und der erste Teil lag hinter uns.

Gruppe 2 begann mit den praktischen Prüfungen. Im Raum "Seemannschaft" wurden uns einzeln alle Knoten und unser Wissen über Tauwerk abgefragt. Nach mindestens einer halben Ewigkeit (die Uhr zeigte nur eine Viertelstunde an) bekamen wir unsere Unterschrift mit "Bestanden". Es ging dann direkt weiter mit "Motorenkunde". Zum Glück wurden wir hier immer paarweise geprüft. Und mit Frauenpower (oder trotz) bestanden wir auch diese Prüfung.

Nun ging es runter zum Hafen. Noch hatten wir die große Hoffnung, nicht unter die 50% der Prüflinge zu fallen, die auf einem Motorrettungsboot mit JET-Antrieb ihre Fahrprüfung machen mussten. Aber wir hatten kein Glück: Beim Einfahren gewöhnten wir uns nur langsam daran, dass man bei solch einem Boot mit Wasserstrahlantrieb in Rückwärtsfahrt das Lenkrad "falsch herum" einschlagen muss. Dann ging's raus auf den Rhein (wenn man die Berufsschifffahrt von Nahem sieht, sind die Schiffe noch riesiger!!!). Ein Vorteil unseres Bootes: Es war echt schnell.

"Mann über Bord", Ankern, Anlegen im Strom, Halten im Strom, Anlegen an ein anders Boot: da wurde einem bei dem guten Wetter ganz schön heiß! Im Hafen mussten wir noch ein Surfbrett bergen und zeigen, dass wir "Einparken und Anlegen" können. Irgendwann (das Mittagessen war schon fast beendet) war dieser Prüfungsteil für die Gruppe 2 dann auch bestanden.

Gruppe 1 stand nach der theoretischen Prüfung "ewig" für die praktischen Prüfungen, wie "Seemannschaft" und "Motorenkunde" an. Immer kurz bevor die Tür für die nächsten aufging kamen allerdings Prüflinge aus Gruppe 2 mit der Lizenz zum Vordrängeln. Als wir es dann endlich geschafft hatten, wir waren im Prüfungsraum der "Motorenkunde": MITTAGSPAUSE Natürlich wurden wir vom Prüfer nach dem Mittagessen weiter befragt. Während wir noch auf den Teil "Seemannschaft" warteten, wurden wir von Bootsprüfern abgefangen, die uns auf den Rhein zu "entführen". Auch wir hatten die große Hoffnung, kein JET-Boot fahren zu müssen und wir hatten Glück. Auf einer Dory 19 legten wir unsere Prüfung ab.

Gruppe 2 saß nach dem Mittagessen (also fünf Minuten später in schnell gewechselten Klamotten) im Seminarraum und bekam die drei theoretischen Prüfungsbögen ausgeteilt: Amtlicher Teil des Bootsführerscheines, Motorkunde, und ein Frageboden der DLRG. Nach einer Stunde waren wir dann endlich fertig mit allen Prüfungen und mussten dann noch zwei lange Stunden auf die Ergebnisse der theoretischen Prüfungen warten.

Nachdem auch die letzten aus unserer Gruppe endlich ihre "Seemannschaftsprüfung" abgelegt hatten, bekamen wir die Ergebnisse. Natürlich haben alle Essener bestanden, auch alle Prüflinge der Kooperation MEO (Mühlheim, Essen, Oberhausen) erhielten ihren Bootsführerschein.

Anna Obertacke (Gruppe 2) und Alina Schmale (Gruppe 1)

Kategorie(n)
WRDNews

Von: News Admin

zurück zur News-Übersicht
E-Mail an News Admin:


Eine Kopie der Nachricht an die eigene Adresse senden
captcha
Einfach die Zahlen-/Buchstabenkombination abtippen!
Groß- und Kleinschreibung muss nicht beachtet werden.
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen

* Pflichtfelder dürfen nicht leer gelassen werden