Archiv-Nachricht

12.02.2012 Sonntag  Eisrettung auf dem Baldeneysee

Aufgeregte Schreie waren am Sonntagmorgen auf dem Baldeneysee in Heisingen zu hören. In einem Loch im Eis erkennt man eine hilflose Person. Nur mit Mühe kann sie sich noch über Wasser halten. Am Ufer gegenüber der Einbruchstelle sind bereits Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eingetroffen und bereiten zügig die Eisrettung vor.

Dann geht alles sehr schnell. Zwei Rettungsschwimmer in Überlebensanzügen nähern sich gut gesichert mit einem Rettungsbrett dem Verunglückten. Mit sicheren Handgriffen ziehen sie ihn aus dem Eis und sichern ihn auf dem Rettungsbrett. Am Ufer stehen bereits weitere Retter in Rot bereit, um den Geretteten und die Retter in Empfang zu nehmen.

Was wie ein tragischer Unfall aussieht, entpuppt sich als Übung der DLRG Essen. Angesichts der eisigen Temperaturen und der damit einhergehenden Eisbildung auf den heimischen Gewässern üben die Essener Lebensretter, die sonst von März bis November für Sicherheit am und auf dem Baldeneysee sorgen, verstärkt die Eisrettung.

"Bei der Eisrettung muss jeder Handgriff sitzen, damit sich die Retter nicht selbst unnötig gefährden. Deshalb üben wir solche Rettungsaktionen regelmäßig." erklärt Andreas Wagener, der als Ausbilder die Übung leitet. "Durch die Spezialanzüge sind unsere Retter auch bei einem Einbruch ins eiskalte Wasser vor einer lebensgefährlichen Unterkühlung geschützt. Zusätzlich wird jeder Helfer auf dem Eis durch einen Kameraden an Land mit einer Leine gesichert. "

Mittlerweile ist der "Verunglückte" wieder an der Einbruchstelle und die nächste Gruppe macht sich für die Rettungsaktion bereit. Mit dabei ist auch ein Kamerateam von DLRG.TV. Das Team um Paul Kemper und Henning Westerkamp nutzt die seltene Gelegenheit des zugefrorenen Sees, um einen Dokumentations- und Ausbildungsfilm über die Eisrettung zu drehen.

Jörg Wenzel, der die Einsätze der DLRG in Essen koordiniert, warnt vor dem Betreten der Eisdecke: "Das Eis auf dem Baldeneysee ist sehr trügerisch. Durch die unterschiedlichen Strömungsverhältnisse und wechselnde Wasserstände im See ist das Eis an vielen Stellen sehr dünn und brüchig."

AndWag

Pressestimmen:
Der Westen

Kategorie(n)
WRDNews

Von: News Admin

zurück zur News-Übersicht
E-Mail an News Admin:


Eine Kopie der Nachricht an die eigene Adresse senden
captcha
Einfach die Zahlen-/Buchstabenkombination abtippen!
Groß- und Kleinschreibung muss nicht beachtet werden.
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen

* Pflichtfelder dürfen nicht leer gelassen werden