Archiv-Nachricht

10.04.2009 Freitag  Qualifizierung der Jüngsten

Juniorausbilder-Lehrgang im Bezirk Essen

Die Schwimmausbildung in der DLRG ist breit aufgestellt, Engagierte aller Altersstufen werden aktiv in die Ausbildung eingebunden. So können Jugendliche nach dem Erwerb des Rettungsschwimmabzeichens Bronze als 12jährige Helfer in die Ausbildung einsteigen.

Dass Lehren auch Spaß mit Kindern bedeutet, ist ein offenes Geheimnis. Aber wir von der DLRG möchten qualifizierte Schwimmausbildung. Deshalb wird seit drei Jahren die Vorgabe des Landesverband Nordrhein im Bezirk Essen umgesetzt und einmal im Jahr der Lehrgang "Juniorausbilder" angeboten...

Am Wochenende, 06. und 07. Juni 2009 trafen sich zum "Juniorausbilder-Lehrgang" zehn engagierte Jugendliche. Die Gruppe war bunt gemischt: einige Kursteilnehmer waren "Rookies", die gerade ihr Rettungsschwimmabzeichen -Bronze- abgelegt hatten und erst seit kurzem mit ihren 12 1/2 Lenzen in der Ausbildung tätig waren. Andere hatten bereits ihr Rettungsschwimmabzeichen -Silber- auf dem Schwimmzeug und leiteten zum Teil auch bereits nahezu eigenverantwortlich Gruppen. Die meisten Teilnehmer waren allerdings in der Anfänger-Ausbildung eingesetzt und nur wenige bei den Jugendschwimmabzeichen. Dies entsprach auch den vom LV vorgegebenen Lehrgangsinhalten. In dem Kurs sollten die Teilnehmer hauptsächlich über die Grundzüge der Schwimmausbildung informiert werden, angefangen bei der Wassergewöhnung über die Wasserbewältigung bis hin zur Vermittlung der Schwimmtechniken. Natürlich wurden auch elementare Grundsätze der Methodik und der Aufsichtspflicht vermittelt. Aber immer vor dem Hintergrund, dass es sich bei den Kursteilnehmern in der Regel um engagierte Jugendliche handelt, die ihren jeweiligen Ausbilder in ihrer Riege unterstützen. Auch das Lehrgangsteam war bunt gemischt: Lehrgangsleiter war mit Helmut Henkel ein (ur-)alter Hase, der unzählige Lehrgänge schon geleitet hatte. Als Referenten standen ihm mit Nina Steinberg, Thomas Schulte-Holtey und Andreas Stölker erfahrene Lehrscheininhaber bzw. Sportassistent zur Seite.

Wer von dem Juniorausbilder-Kurs reine Theorievermittlung über Frontalunterricht, Overhead-Folien oder Powerpoint-Präsentationen erwartet hatte, wurde (hoffentlich) positiv überrascht. Denn die Referenten versuchten nach Kräften die bisherigen Erfahrungen der Kursteilnehmer in ihre Referate einzubauen. Natürlich kamen auch Powerpoint-Präsentationen und kurze Videos zum Einsatz. Darüber hinaus wurden praktische Übungen und Spiele einzelner und der gesamten Gruppe eingestreut. Die einzelnen Themenblöcke, die jeweils nicht länger als 45 Minuten dauerten, wurden anschließend in einer Spielerunde überprüft, in welcher frei nach dem "Spiel des Wissens" Fragen zu dem Gelehrten gestellt wurden. Den Abschluss des Theorie-Blocks bildete eine Feedback-Runde, bei der jeder Teilnehmer jeweils ein besonders gutes und ein schlechtes Faktum des Kurses benennen sollte. Die Teilnehmer äußerten sich fast einhellig positiv, meist war der frühe Lehrgangsbeginn (10:00 Uhr) oder die Lehrgangsdauer am Samstag (15:30) der jeweils benannte Kritikpunkt. Entsprechend "heiter bis wolkig" viel das Stimmungsbarometer aus, bei dem jeder Teilnehmer einen Punkt auf ein vorbereitetes Bild auf dem Flipchart kleben sollte. Abschließend wurde um Wünsche für die am Montag anstehende Praxis gebeten. Nahezu einhellig wurden Spiele und Ideen zur Wassergewöhnung und Wasserbewältigung erbeten. Die Jugendlichen hatten begriffen, worauf es bei der Schwimmausbildung ankommt... Ein besonderer Dank ist noch an Doris Schulte-Holtey zu richten, die an beiden Tagen ein sehr leckeres Mittagessen kochte.

Am Montag wurden die Inhalte der "Theorie", die an den Vortagen vermittelt wurde, in Ansätzen in die Praxis im Hauptbad umgesetzt. Dabei erfuhren die Jugendlichen, wie schwierig eine präzise Sprache ist, um Organisationsformen oder Übungen anzuweisen. Die Zeit im Wasser verging mit den Übungen und Spielen dabei wie im Flug. Viele von den Referenten geplante Beispiele zu Übungen und Spielen fielen der Zeit zum Opfer.

Trotzdem hatten alle (hoffentlich) ihren Spaß und nehmen die eine oder andere Anregung mit in ihre Hallen...

Andreas Stölker

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WRDNews

Von: News Admin

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